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Autorentools

Landtag von BW: Szene aus dem Plenarsaal 1996 © LMZ

Digitale Lernagebote können Sie mit so genannten Autorensystemen (bzw. Autorentools) entwickeln. Autorensysteme bieten z. B. Lehrkräften die Möglichkeit, Inhaltsunterlagen für das Netz oder eine CD-ROM zu entwickeln oder vorhandene Lerninhalte für einen webbasierten Lernkurs aufzubereiten.

Technische Vorkenntnisse & Wiederverwendung

Es gibt leicht bedienbare Autorensysteme, für die man kein größeres Wissen über HTML, XML und das Internet benötigt.


Die meisten dieser Systeme erleichtern die Arbeit, indem sie Dokumente am Bildschirm so anzeigen, wie es der Nutzer später sieht oder wie es nach der Übertragung auf ein anderes Gerät dargestellt wird. Das aus Schreibprogrammen wie Word bekannte Prinzip wird in Produktdokumentationen häufig nur noch mit dem Acronym WYSIWYG abgekürzt: What You See Is What You Get. 


Diese einfachen Systeme empfehlen sich, wenn man Lernmaterialien für einen bestimmten Zweck produzieren will, d. h. nicht die Absicht hat, die Inhalte später für andere Kurse wiederzuverwenden. Wer einmal produzierte Lerninhalte für verschiedene Kurse wiederverwenden möchte, sollte jedoch auf  leistungsfähigere Autorensysteme zurückgreifen. Sie setzen allerdings häufig ein höheres technisches Wissen voraus.

Rapid Authoring, Rapid Learning

Je einfacher ein Autorensystem zu bedienen ist, desto eingeschränkter ist man im Regelfall bei der Gestaltung der Inhalte. Systeme, die einem Ersteller große kreative Freiheiten lassen, sind oft sehr komplex und erfordern eine längere Einarbeitungszeit.


Aber: Bei der Bedienerfreundlichkeit auch komplexer Autorensysteme tut sich einiges. Da es nicht billig ist, gute und nachhaltige Lernkurse zu entwickeln, ist in der Wirtschaft der Ruf nach schnellen Lösungen laut geworden. Unter dem Begriff  Rapid Learning bzw. Rapid Authoring firmieren seither solche Systeme, die es ermöglichen, mit geringem finanziellen Aufwand nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterCHECKpoint-Elearning berichtet vom Rapid Learning Award, der entsprechende Lernangebote prämiert.

Typen

Unabhängig von ihrer Komplexität oder Bedienbarkeit lassen sich Autorensysteme unterteilen in

  • Editoren für Medien (Bilder, Animationen, Simulationen, Übungen),
  • Editoren für Lernmaterial-Seiten und
  • Editoren für Kursnavigation ("Drehbuch" oder Zusammenstellung des Inhaltsverzeichnisses).

In der Praxis kombinieren die Autorensysteme meist Teile dieser Funktionen; einige integrieren alle: Solche Autorensysteme ermöglichen es dem Ersteller von Online-Kursen, verschiedene Medien in eine Lerneinheit zu integrieren, um professionellen, dynamischen und interaktiven Lerninhalt zu erstellen.

Standards

  • Manche Autorensysteme sind auf spezielle Lernmangementsysteme (LMS) abgestimmt und ermöglichen es, Kurse ausschließlich für diese Systeme zu erstellen.  Da diese Systeme in der Regel bereits Teil eines LMS sind, werden sie in dieser Rubrik vorgestellt.
  • Hier aufgelistet sind nur Autorentools, die anerkannte Standards umsetzen (z.B. SCORM oder IMS); das bedeutet, mit dieser Software können Sie Lerninhalte für alle LMS erzeugen, die diese Standards unterstützen (z.B. Ilias oder Moodle).

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