European Foundation for Quality Management (EFQM)
Im internationalen Wettbewerb ist Qualität gefordert. Besonders dann, wenn Technologien in kürzester Zeit von Neuerungen überboten oder in veränderten Prozessen überflüssig werden. Wie aber kann dann Qualität überprüfbar und nachhaltig gesichert werden? Diesem Problem stellte man sich Ende der 1990er Jahre mit der Gründung der European Foundation for Quality Management (EFQM), einer Interessengemeinschaft, der sich innerhalb von fünf Jahren 800 Organgisationen aus europäischen Ländern anschlossen.
Im ganzheitlichen Blick auf Organisationen hat sich die EFQM auf ein Rahmenmodell geeinigt, mit dem Organisationen bewertet und verbessert werden sollen. Damit "Excellence" überprüfbar wird und nachhaltig entwickelt werden kann, müssen nach dem Modell neun Bereiche berücksichtigt werden, zum Beispiel:
1. Führung (gibt es ein Führungskonzept, ist die Führungspolitik auf die Vision des Unternehmens ausgerichtet? usw.)
2. Mitarbeiter (unterstützten Sie die unternehmerischen Ziele, werden sie beteiligt? usw.)
3. Politik / Strategie (gibt es eine Vision/Mission und ein Konzept, um sie zu erreichen?)
4. Partnerschaften / Ressourcen (wird ihre Bedeutung berücksichtigt?)
5. Prozesse (sind alle Schritte/Prozesse definiert, die zum Ziel führen?)
6.-9. gibt es in Bezug auf kundenbezogene, gesellschaftsbezogene und mitarbeiterbezogene Ergebnisse sowie Schlüsselergebnisse Kriterien zur Planung, Umsetzung und zur Überprüfung?
Im deutschsprachigen Raum ist das EFQM durch drei Partnerorganisation vertreten: AFQM in Österreich, SAQ in der Schweiz und das
EFQM Center DGQ-DEC in Deutschland.
Auf der Homepage der deutschen EFQM werden die Grundkonzepte der Excellence in einer
Broschüre vorgestellt.
Exzellente Schule
Als Modell der Akkreditierung sind die EFQM-Grundsätze inzwischen anerkannt. Die Grundsätze sind so allgemein gehalten, dass Exzellenz europaweit überprüft werden kann. Um Schulen nach den EFQM zu entwickeln, müssen die Kriterien genauer zugeordnet werden. Das umfasst Fragen wie: Was bedeutet Führung für die Schule? Welche Prozesse können im Schulalltag definiert werden? Kann auch in der Schule von Kundenzufriedenheit gesprochen werden?
Gefördert durch die europäische Union hat die "Arbeitsgruppe Steiermark" ein Handbuch erstellt, das die Entwicklung von Schulen nach dem EFQM-Modell vorstellt. Die neun Kriterien und 33 Elemente des EFQM-Modells werden der Struktur und der Terminologie der Schule zugeordnet. Das Handbuch steht Online zur Verfügung:
European Foundation for Quality Management (EFQM) in der Schule
Auch in Baden-Württemberg wird das EFQM-Modell bereits seit Jahren in die schulische Praxis übertragen. Die
Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Albstadt ist nur ein Beispiel. Diese Schule ist Teil des Modellprojekts
OES (Operativ Eigenständige Schulen) und des Projekts
STEBS (Stärkung der Eigenständigkeit beruflicher Schulen) zur schulischen Qualitätsentwicklung.
Exzellentes E-Learning?
Die Relevanz des EFQM-Modells für das E-Learning in der Schule zeigt das Good-Practice Beispiel SOLO (Selbstorganisiertes Lernen mit Lernzeitoptimierung). Das Konzept legt den Schwerpunkt auf Tutorenmodelle. Diese werden exemplarisch an drei beruflichen Schulen in Mannheim entwickelt und auf dem
Landesbildungsserver Baden-Württemberg vorgestellt.







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