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Web 2.0

Web 2.0 ist inzwischen zu einem "buzzword" geworden, einem Begriff, der im Zusammenhang mit Internettechnologien in aller Munde ist, und einem Phänomen, das sich Wirtschaft und Forschung gleichermaßen zu Nutze machen. 


Geprägt wurde der Begriff Web 2.0 im Jahr 2004 auf einer Konferenz von O'Reilly Media, einem Verlag und Dienstleister. Angelehnt an die Tradition, neue Versionen einer Software durchzuzählen, steht Web 2.0 für alle Technologien und Angebote, durch die sich das Internet in den letzten Jahren zu einer (interaktiven) Plattform weiterentwickelt hat. Laut Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterTim O'Reilly gehören dazu beispielsweise  

  • der Wechsel von Softwarepaketen zu Dienstleistungen,
  • eine Architektur der Partizipation (durch die sich jedermann einbringen kann) und
  • die Nutzung von kollektivem Wissen.


Mehr über Web 2.0. erfahren Sie

Einen kritischen Überblick über die Entwicklung der "Mitmach"-Kultur des Web 2.0 verschafft ein Beitrag bei SWR2: Welt am Draht: Das Mitmach-Netz. Von Michael Stein u.a. (20.08.2007, 08.30 Uhr, SWR2 Wissen, SWR2). Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKurzbeschreibung und Stream auf SWR.de.

 

E-Learning 2.0

Die Expertenkommission "Bildung mit neuen Medien" des BMF hat im März 2007 Strategievorschläge zur Stärkung von Bildung und Innovation in Deutschland veröffentlicht (Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterPDF), in denen die Entwicklung des Web 2.0. und damit verbundene Konsequenzen für die Bildungspolitik vorgestellt werden. Die Kommission zeigt das Potenzial von Web 2.0  für Innovationen in der Bildung, formuliert mit neuen Zielen und Handlungsempfehlungen aber auch Herausforderungen. Um Erfolgsfaktoren der Wissensgesellschaft zu stärken, sollen unter anderem Interaktions- und Kooperationsformen untersucht werden.


Angebote, die mit Web 2.0 assoziiert werden, revolutionieren die Internetnutzung. Auch auf webbasierte Lernangebote hat das Phänomen Web 2.0 so merklichen Einfluss, dass sich das Schlagwort E-Learning 2.0 verbreitet hat. Vor allem die Interaktion und Kommunikation im E-Learning kann sich durch Web 2.0 verändern. Lineare bzw. hypermediale Informationsstrukturen bleiben ebenfalls nicht unbetroffen. 


1. Interaktion & Kommunikation

Interaktiv sind Lernsysteme,

  • die Schüler an das individuelle Vorwissen und Bedürfnisse anpassen können oder 
  • in denen Schüler nicht nur Informationen aufnehmen, sondern auch aktiv Übungen durchführen; etwa in Planspielen oder Simulationen.

Interaktiver werden Lernsysteme, wenn Wissen kollektiv generiert und eine Kollaboration begünstigt wird. E-Portfolios sind nur ein Beispiel für ein entsprechendes Web 2.0 Angebot.


Die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern erreichen Plattformen etwa mit

  • Email und Feedback- oder Kontaktformular, 
  • den Web 2.0 Angeboten Wiki und Blog.

Hier findet die Kommunikation schriftlich und zeitlich versetzt  (asynchron) statt,

2. Linearität neben Hypermedialität

Stark textlastige Lernkurse werden infolge der Entwicklung grafischer und audiovisueller Editoren zunehmend durch multimediale Angebote ersetzt. Die Einbettung von Filmen, Präsentationen oder Grafiken erfolgt durch Hyperlinks, die einzelne Begriffe mit Verweisen auf weitere Seiten unterlegen. Es entsteht ein vernetzter Text, in dem sich die Nutzer frei bewegen können. Die damit mögliche völlige Abkehr von der linearen Informationsvergabe ist jedoch nicht bei allen Lerninhalten gewünscht.

 

3. In beiden Fällen sind neue Standards und Möglichkeiten ders Lernens maßgeblich  durch sogenannte Social Software beeinflusst worden. Mehr über Social Software lesen sie hier.

 

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