Mehrwert "E"
Das Potenzial von E-Learning im Schulunterricht ist unverkennbar: Lernkurse, die auf neue Informations- und Kommunikationstechnologien zurückgreifen,
(1) tragen zur Profilbildung der Schule bei, da sie
- den methodisch-didaktischen Spielraum erweitern: etwa bei der Binnendifferenzierung oder der Vertiefung des Lernstoffs durch selbstgesteuertes Lernen.
- Neben formalen Lernzielen fördert E-Learning soziale Lernziele bzw. Schlüsselqualifikationen: Teamfähigkeit in Gruppen- und Partnerarbeit (kooperatives Arbeiten, Hilfestellung geben, Zuschauen, Verantwortung übernehmen), Initiativen und Interessen entwickeln, selbstständiges Lernen lernen (Lösungsstrategien, Lernidentität, Ziele erreichen).
(2) Durch die Betonung des selbstgesteuerten Lernens
- kann E-Learning grundlegende Fertigkeiten im Kontext des lebenslangen Lernens vermitteln und,
- den Prämissen des Konstruktivismus gerecht, den Schülern eine eigene Perspektive auf das Lernen, auf selbstorganisiertes und handlungsorganisiertes (situatives und kontextgebundenes) Lernen, bieten.
(3) Webbasierte Kurse können die Schüler zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den "Neuen" Medien anleiten
- und werden dabei der Alltagserfahrung der Schüler gerecht, die in ihrer Freizeit selbstverständlich mit modernsten Technologien umgehen. Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (
mpfs) kommt in der
Kim Studie 2006 zu dem Ergebnis, dass schon 81 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren zu den Computernutzern gehören, wenn auch nur ein Drittel davon fast täglich am Rechner sitzt. - So verschaffen sie den Schülern Medienkompetenzen für eine Freizeit und für ein Berufsleben, die zunehmend von multimedialen Informations- und Kommunikationstechnologien geprägt sind.
(4) Webbasierte Kurse schaffen neue Freiräume im Zeitmanagement der Lehrkräfte .
(5) E-Learning birgt didaktisches Potenzial
- Mit der Frage, inwiefern und unter welchen Bedingungen elektronische Lernformen außerdem die Lerneffizienz steigern können, setzt sich Matthias Müller in acht qualitativen Interviews auseinander: M. Müller (2004): Lerneffizienz mit E-Learning. München. 315 S.
- Ulrich Müller und Ulrich Iberer gehen ausführlich auf didaktische Potenziale des E-Learning und auf praktische Hindernisse ein: U. Müller / U. Iberer (2003): "E-Learning mit einfachen Mitteln." In: Erwachsenenbildung 1. Auszug auf:
http://www.neue-lernkultur.de/publikationen/elearningmiteinfachenmitteln.pdf
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Mehrwert von E-Learning in der Schule finden Sie auf dem
Lehrerfortbildungsserver und bei der
Medienoffensive Schule II.
Den Mehrwert "E" durchleuchten auch
- Thomas Buchheim (2005): „Lernen mit dem kleinen ’e’: Vom Nutzen und Nachteil des E-Learning zur Beförderung unserer Bildungsbemühungen.“ In: E-Learning: Eine multiperspektivische Standortbestimmung. Hrsg. v. Damian Miller. Bern u.a.:
Haupt Verlag, S. 37-56. - Der Lehrerfortbildungsserver erstens unter der Frage "
Warum E-Learning?" und zweitens aus der Perspektive des webbasierten Unterrichts, für den eine Lernplattform eingesetzt wird:
Chancen und Risiken beim netzbasierten Lernen. ein freundlich-kritischer Blick auf die Lernplattform Moodle.
Michael Wache (2003): Grundlagen von E-Learning. Bundeszentrale für Politische Bildung, www.bpb.de
SWR-Beiträge zum Thema sind auf der Homepage abzurufen:
- Im digitalen Klassenzimmer. Chancen und Grenzen computergestützten Lernens. Von Dirk Asendorpf (11.03.2006, 08.30 Uhr, SWR2 Wissen)
Kurzbeschreibung und Stream auf SWR.de - Erziehung in Zeiten des Internet: Aus der Reihe "Welt am Draht". Von Michael Stein u.a. (29.10.2007, 08.30 Uhr, SWR2 Wissen)
Kurzbeschreibung und Stream auf SWR.de
Kurzbeschreibungen weiterer Beiträge aus der Reihe "Welt am Draht". Von Michael Stein u.a.








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