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Apropos Lizenzen...

Eine Lizenz (von lat. licere = dt. erlaubt sein) legt für gewöhnlich fest, welche Dinge zu tun mit einem Werk erlaubt sind - ohne entsprechende Erlaubnis sind sie als verboten anzusehen.

Oft muss dafür, dass ein Werk auf eine bestimmte Art und Weise verwendet werden darf, bezahlt werden.

Aber nicht immer: Open Source Software und/oder Open Content ist oft kostenlos, und daher für Schulen interessant.

Doch Vorsicht, auch Open Source Software und Open Content sind mit bestimmten, in entsprechenden Lizenzen festgelegten, Nutzungsbedingungen verbunden.

 

Open Source

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was es bedeutet, wenn es beim Download eines Programms von einer Internetseite heißt, dass dieses Programm unter einer „GNU-General Public License“, auch kurz „GPL“ genannt, veröffentlicht wurde?


GNU? Ist das nicht eine afrikanische Antilopenart?

Mit nichten, zumindest nicht, was die Lizenzierung von Software aber auch Bildern und sonstigen Dateien im Internet betrifft.

Was klingt wie der Name eines Tieres aus Afrika hat die Software-Welt seit 1989 nachhaltig verändert: Die GNU-General Public License, die inzwischen natürlich immer weiterentwickelt wurde, ist quasi der Lizenzprototyp, der es dem Urheber eines Werkes erlaubt bestimmte Nutzungsrechte an Dritte abzutreten.

Inzwischen gibt es eine Unzahl solcher Open Source Lizenzen, die unterschiedliche Möglichkeiten der Nutzung von Werken definieren und erlauben und bestimmten Richtlinien folgen.

  • Auf den Seiten des Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterifrOSS (Institut für Rechtsfragen der Freien- und OpenSource Software) finden Sie neben einer Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterÜbersicht über Open Source-, Open Content Lizenzen und verwandte Lizenzen sowie viele Begriffserklärungen und Hinweise zum Thema.

Open Content

Sie haben Bilder oder Texte im Internet gesucht? Und wieder sind sie auf das GNU gestoßen? – Dieses mal vermutlich in Form der "GNU-Lizenz für freie Dokumentation", auch englisch "GNU Free Documentation License" oder kurz "GNU FDL", genannt, eine der gebräuchlichsten Lizenzen für so genannten Open Content, sprich, für Freie Inhalte.

Stellt ein Urheber- oder Copyrechtsinhaber seine Werke unter eine solche Freie Lizenz, heißt das, wie bei Open Source Lizenzen, dass damit Nutzungs- und Verwertungsrechte, definiert über den Lizenztext, an Dritte abgegeben werden.

Wie auch bei Open Source-Software geht es vornehmlich darum, prinzipiell Jedem den freien Zugang und die freie Nutzung von Inhalten zu ermöglichen.

Hinweis:

Zusammenfasend läßt sich sagen: Egal ob Freie Software oder Freier Inhalt, die für ein Werk vom Urheber vergebene Lizenz beinhaltet Nutzungsbedingungen, die, auch und gerade im schulischen Kontext, dringend zu beachten sind:
So darf beispielsweise ein Bild, das unter einer GNU FDL veröffentlicht wurde zwar durchaus frei verwendet werden - also etwa auf Ihrer Schulhomepage auftauchen - aber der Lizenztext verlangt unter Umständen die Nennung des Urhebers und/oder gibt vielleicht die Nennung des Autors in einer bestimmten Form vor.

 
Informieren Sie sich also genau darüber, welche Lizenz vergeben wurde und welche Nutzungsbedingungen für das Werk gelten, dass Sie verwenden möchten, bevor Sie es verwenden.

Im Zweifelsfall, fragen Sie beim Urheber nach und/oder konsultieren Sie einen dafür geeigneten Rechtsberater.

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