Praxisbeispiel Help2Learn
Einen genaueren Blick auf das Tafelbild zu werfen oder sich im Unterricht zu melden, ist kein Problem? Vielleicht, wenn man im Klassenzimmer sitzt. Was aber, wenn man körperlich nicht in der Lage ist, seinen Platz in der Schulbank einzunehmen?
Das Potenzial von E-Learning, Lernbarrieren abzubauen, wird in Help2Learn praktisch genutzt. Im Projekt entstanden Hardware und Software-Lösungen, mit denen kranke und behinderte Schüler am Unterricht teilnehmen können.
Technische Voraussetzungen
Mithilfe einer digitalen Tafel (interaktives Whiteboard), eines Beamers, eines Rechners und eines Fax-Druckers, von drei im Klassenzimmer installierten Webcams und einer DSL-Leitung beim Schüler und aus dem Klassenzimmer heraus, können Schüler das Geschehen im Klassenzimmer nicht nur audio-visuell beobachten, sondern sich auch darin einbringen.
Ergebnisse
Die Ergebnisse sind positiv. Der Initiator des Projekts, Jürgen Schlieszeit, berichtet, dass der Unterricht im Klassenzimmer überhaupt nicht durch die digitale Ergänzung gestört wird, während ein Schüler, der aufgrund einer Krankheit zuvor kaum am Unterricht teilnehmen konnte, inzwischen Klassenbester ist.
Weitere Informationen auf der
Internetpräsenz von Help2Learn
Weitere
Mit den Aufgaben, die sich an den Unterricht für kranke oder behinderte Schüler stellen, und den Chancen, die E-Learning hier bietet, hat sich auch die
Medienoffensive II theoretisch und praktisch auseinandergesetzt. Das Projekt ist beispielsweise
- an der Erstellung eines Lehrbuchs zum Europäischen Computerschein (ECDL) für Blinde beteiligt und
- an Lösungen mathematischer Darstellungen für SchülerInnen mit körperlichen Beeinträchtigungen
on-line - Lebenslanges Lernen und berufliche Bildung für Menschen mit Lernschwierigkeiten
Das Portal "on-line" bietet Menschen mit Einschränkungen aller Art vielfältige Möglichkeiten den Umgang mit Computern und neuen Medien zu erlernen und ihre Medienkompetenz kontinuierlich zu trainieren und zu verbessern.
Es gibt die Möglichkeit....
- die eigene Zukunft mittels eines entsprechenden Tools zu planen sowie sich Lernbeispiele anzuschauen.
- sich innerhalb einer Lernwerkstatt zuerst darüber zu informieren, wie man überhaupt "richtig" lernt sowie passende Übungen dazu.
- den Umgang mit dem Computer on- und offline zu üben.
- ein behindertengerechte E-Mail-Programm zu benutzen.
- im eigenen Lernordner persönliche Erkenntnisse und Lernerfolge zu sichern.









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