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Bewertungsphase

Form und Zeitpunkt der Bewertung des Portfolios hängen davon ab, welche Ziele und Rahmenbedingungen Sie für die Arbeit mit diesem Medieum gesetzt haben. Die Bewertung kann abschließend erfolgen oder, wie in Barretts Öffnet einen externen Link in einem neuen Fenster5-by-5 Modell © 2000, im Rahmen der Reflexion der bisher geleisteten Arbeit.

 

(1) Abschließende Bewertung

  • Eine Anleitung für die Bewertung liefern die Bewertungsschritte und -grundsätze für den Projektunterricht auf den Seiten des Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterLehrerfortbildungsservers.  Insbesondere die dort angeführte Bewertung der Präsentation lässt sich auf E-Portfolios übertragen.
  • Da das E-Portfolio der Repräsentation dient und ein Instrument darstellt, das Medienkomeptenzen beweisen kann, sollten medienspezifische Aspekte bei der Bewertung nicht außer acht bleiben. Helen Barrett schlägt entsprechend für die abschließende Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterBeurteilung eines Portfolio-Prozesses vor, Grad der Kognition und Reflexion sowie den Einsatz von Multimedia und die Navigierbarkeit des Portfolios zu bewerten.

(2) Reflexion und Feedback

Wenn die Projektarbeit mit Portfolios als reflexiver und kollaborativer Prozess angelegt wird, kommen bereits während der Erstellung Bewertungsmethoden zum Tragen, die auf dem LFB im Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDrei-Phasen-Modell der Projektarbeit zur abschließenden Bewertung zählen.

Matthias Nückles, Alexander Renkl und Stefan Fries zeigen, dass das wechselseitige Kommentieren und Bewerten von Lernprotokollen deutlichen Einfluss auf die Güte von (den Zielen von E-Portfolios ähnlichen) Lernprotokollen haben kann.

Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterNückles, M. / A. Renkl / S. Fries (2007): "Wechselseitiges Kommentieren und Bewerten von Lernprotokollen in einem Blended Learning Arrangement." In: Unterrichtswissenschaft 3/227, S. 227-243. at: www.4psychologie.uni-freiburg.de/einrichtungen/Paedagogische/nueckles/nuepub.html

 


Für die Reflexion des eigenen E-Portfolios oder das konstruktive Feedback von Lehrkaft und MitschülerInnen eignet sich nach EPICC eine SWOT-Analyse besonders. Die Großbuchstaben stehen dabei für 4 Bewertungskriterien:

 

Strengths

Nenne Stärken

Weaknesses

Nenne Schwächen

Opportunities

Nenne Chancen

Threats

Nenne Risiken


Vorteile dieses (im betriebswirtschaftlichen Kontext gängigen) Instruments: 

  • Erstens behält die SWOT-Analyse den Arbeitsprozess im Blick. E-Portfolios werden dann nicht abschließend beurteilt, sondern erhalten eine Bewertung, die Raum für zukünftige Entwicklungen lässt.  Insbesondere im Rahmen von Prozessportfolios kann eine SWOT-Analyse demnach fruchtbar sein.
  • Zweitens setzt die SWOT-Analyse einen Rahmen für die Bewertung. Dass Bewertungs- und Kommunikationsregeln im Vorfeld festgelegt werden, ist für die erfolgreiche Gruppenarbeit besonders wichtig.
  • Drittens beinhalten die Bewertungskriterien neben kritischen Punkten immer auch positive Aspekte - und erfüllen damit eine wichtige Regel für konstruktives Feedback.

Wie konstruktives Feedback in der Klasse gestaltet werden kann und wie Sie solche Bewertungen in Ihrem LMS einbetten, lesen sie in der Rubrik Internet-Werkzeuge unter Lernzielkontrolle: Mitschüler bewerten.

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