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So geht´s

1. Legen Sie die konkreten Lernziele fest.

Was sollen Ihre Schülerinnen und Schüler konkret lernen? Welches Faktenwissen, welche Kompetenzen, welche Einstellungen? Was sollen sie hinterher kennen, wissen und können?

2. Was ist die Kernidee?

»Ein neues Stoffgebiet erscheint dem Schüler vorerst als unstrukturiertes endloses Niemandsland. Er braucht deshalb eine fassbare und grobe Orientierungshilfe, um sich fürs erste zurechtzufinden und das Neuland als lohnendes Entdeckungsfeld wahrzunehmen. Diese Orientierungshilfe, die dem Neuling eine Vorschau auf das reguläre Gebiet ermöglicht und ihn zum Handeln motiviert, nennen wir Kernidee.«
Peter Gallin / Urs Ruf: Sprache und Mathematik in der Schule. Zürich 1990, S. 33

»Kernideen müssen so beschaffen sein, dass sie in der singulären Welt der Schülerin oder des Schülers Fragen wecken, welche die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Sachgebiet des Unterrichts lenken.«
Peter Gallin / Urs Ruf: Sprache und Mathematik in der Schule. Zürich 1990, S. 37

Eine Kernidee ist also etwas, das

  • die Aufmerksamkeit des Schülers / der Schülerin auf das Thema lenkt und neugierig macht
  • an den Erfahrungen der Schüler/innen anknüpft
  • ein typisches Problem, eine typische Aussage oder eine typische Fragestellung darstellt
  • überrascht
  • knapp und prägnant ist, aber die Hintergründe bereits aufzeigt

Mehr zum Konzept der Kernideen finden Sie Öffnet einen externen Link in einem neuen Fensterhier.

3. Was ist der Gegenpol zur Kernidee?

Nun gilt es, Spannung aufzubauen. Gibt es etwas, das die Kernidee entkräften, stören oder ihr widersprechen könnte? Oder gibt es eine gegenteilige Theorie?

4. Wer ist der Held (Protagonist) Ihrer Geschichte

Im nächsten Schritt bauen Sie den Helden Ihrer Geschichte auf. Er muss nicht groß oder stark sein, aber einen Charakter muss er haben. Beschreiben Sie ihn so ausführlich wie möglich. Geben Sie ihm ein Lebensmotto und stellen Sie dar, was er beruflich und privat macht. Und was sind seine Bedürfnisse, was treibt ihn an? »Wenn man das Grundbedürfnis seiner Figur kennt, kann man sich Hindernisse ausdenken, die sie überwinden soll. Wie sie das bewerkstelligt, ist die Geschichte. [Die Geschichte muss sich immer nach vorn bewegen, auf die Lösung zu.« (Syd Field: Drehbuchschreiben. München 2003, S. 20)

Sie kennen aus der Literatur und dem Film unterschiedlichste Helden. Lassen Sie sich davon anregen.

5. Was ist der Konflikt des Helden?

Jeder Held hat einen Konflikt, der ihn zum Handeln antreibt. Denn eigentlich will er seine Ruhe haben. Der Konflikt aber zwingt ihn zur Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterHeldenreise.

6. Wer ist der Gegenspieler (Antagonist)?

Häufig ist der Konflikt des Helden auch mit einem Gegenspieler verbunden, der den Helden oder seine Gruppe bedroht. Auch er feuert den Konflikt an und sorgt für Auseinandersetzung und Spannung.

7. Wie  ist die grobe Geschichte als Heldenreise?

Nun legen Sie grob die Struktur Ihrer Geschichte fest. Wie beginnt sie? Wie endet sie? Und was ist der Weg vom Start zum Ziel? Das grobe Schema für den Ablauf finden Sie in der Dramentheorie bei Aristoteles und in der Dramentheorie (z. B. Gustav Freytag).
es hilft bei der Erstellung, wenn Sie den Ablauf nicht verbal beschreiben, sondern ihn visualisieren. Heraus mit einem großen Blatt Papier und vielen bunten Stiften!

8. Welche Figuren gibt es sonst noch?

Jeder Held hat Verbündete und jeder Gegner auch. Und dann gibt es noch Figuren, die nicht einschätzbar sind, die spontan auftauchen, die Tipps geben und der Geschichte eine entscheidende, unvorhergesehene Wende geben.

9. Wie wollen Sie die Geschichte erzählen? (Erzählhaltung, Erzählweise, Medien)

Nun müssen Sie noch festlegen, wie und mit welchen Mitteln Sie Ihre Geschichte erzählen. Im e-learning hat sich gezeigt, dass es bereits mit einfachen Mittel (z. B. e-mails oder online-Tagebüchern) möglich ist, gute Geschichten zu erzählen, denn die eigentliche Geschichte entsteht erst in der Phantasie des Rezipienten.

10. Erstellen Sie ein Drehbuch für Ihre Geschichte.

Nun geht es noch darum, die einzelnen Szenen festzulegen, Dialoge zu schreiben und das Geschehen weiter zu detaillieren.

11. Erstellen Sie die Medien für Ihre Geschichte.

Nun wird das Drehbuch umgesetzt, indem die einzelnen Medien erstellt werden.

12. Wie wollen Sie die Schüler/innen integrieren und beteiligen?

Dieser Punkt ist sehr wichtig, denn es geht uns ja nicht darum, zu unterhalten, sondern die Geschichte zur Unterstützung des Lernens einzusetzen. Deshalb ist es notwendig, die Schüler/innen mit einzubeziehen, indem sie die Geschehnisse diskutieren, dem Helden "helfen" oder selbst an der Geschichte arbeiten.

13. Kommunikations- und Evaluationsmöglichkeiten schaffen.

Schließlich ist es noch hilfreich, den Lernern ihre Lernergebnisse vor Augen zu führen und sie herausfinden zu lassen, was sie gelernt haben. Auch eine Diskussion über die Lehrveranstaltung bietet sich an.

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