Spielend lernen
Spielen ist auch in der Bildung zum Thema geworden, und zwar in Form von sogenannten “Serious games”.
Als Serious games bezeichnet man allgemein Spiele, oder Lernspiele, die einen ernsthaften und relevanten Inhalt haben und eine pädagogischen Auftrag erfüllen.
Zudem sind sie meist in ein übergeordnetes didaktisches Konzept eingebettet und mit Hintergrundinformationen in Form von anderen Medien (ergänzende Web-Seiten, Hörspiele, Videomaterialien, Bücher zum Spiel usw.) didaktischen Handreichungen und weiteren Unterrichtsmaterialien (Arbeitsblätter, Präsentationen, Sachinformation) verknüpft.
In der öffentlichen Debatte wird Spielen als Lernmethode sehr kontrovers diskutiert – oft genug herrscht die Meinung vor, Spielen habe eine negative Auswirkung auf schulische Leistungen und kognitive Kompetenzen, wie etwa die Lesefertigkeit.
Es gibt jedoch durchaus plausibel Aspekte, die für einen sinnvollen und produktiven Einsatz von (digitalen) Lernspielen für den Wissenserwerb und das Lernen sprechen.
Wie etwa die Studie von Jennifer Vogel (u.a.) „Computer Gaming and Interactive Simulations for Learning: A Meta-Analysis" aus dem Jahr 2006 zeigt.
So ist Spielen beispielsweise eine hochkonzentrative Tätigkeit, die durch Gratifikation der erbrachten Leistung ein hohes Maß an Befriedigung genauso mit sich bringt wie die Bereitschaft sich ausführlich und über einen längeren Zeitraum mit einem Thema zu beschäftigen. Oft verlieren Spieler beim sogenannten „Flow“ jegliches Zeitgefühl und tauchen völlig in die Spielwelt ein.
Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass Spielen die Bereitschaft zum Experiment und zum strategischen, problemorientierten Lösungsversuch fordert und dies gleichzeitig durch die Möglichkeit des konsequenzfreien Übens unterstützt.
Spielen ist nicht für jede Art von Unterricht geeignet, aber wenn es um informelles Lernen, den Ausbau von Kompetenzen und Fertigkeiten durch Übung geht und ein Spiel als Anregung und Motivation zur Aneignung von Faktenwissen dienen soll, dann sind Sie mit Game based learning genau richtig.
- Hören und sehen Sie zum Game-based-learning auch die
Vorlesung von Prof. Dr. Stephan Schwan von der Universität Tübingen innerhalb der
virtuellen Ringvorlesung auf www.e-teaching.org.
"Einführung in Game Based Learning" ist eine informative Präsentation zu einem entsprechenden Workshop des Fraunhofer Institut für graphische Datenverarbeitung (Rostock)- Interessante und informative Artikel, Hinweise und Beispiele zum Thema Game based Learning, speziell zum Lernen in Second Live, finden Sie in der erst kürzlich erschienen Ausgabe des
Online Tutoring Journal. - Informationen rund um das Thema "Computerspiele und Sicherheit" finden Sie bei
klicksafe.de








Seitenanfang
Seite drucken
Impressum