Peer Tutoring
Eine wiederum stark veränderte Lehrerrolle ergibt sich bei Lernarrangements wie dem Peer Tutoring, bei denen es keine zentrale Lehrperson gibt oder sie stark in den Hintergrund tritt.
Was & Wie
Peer Tutoring ist ein Modell, bei dem sich Gleichaltrige bzw. wörtlich Peers, also Ebenbürtige, gegenseitig unterrichten. In dieser Lehr-/Lernsituation übernehmen die Schüler selbst Rollen der Lernerfolgsprüfung, -reflexion und der instruktionalen Unterstützung.
Diese Unterrichtsform kann die Rolle des Lehrers ergänzen oder zeitweise ersetzen. Die unterschiedlichen Varianten des Peer Tutoring werden von der
Universität Oldenburg genauer vorgestellt.
Neben der direkten personalen Kommunikation vor dem Computer kann Peer Tutoring durch webbasierte Instrumente der Kommunikation und Kollaboration ergänzt werden; die Schüler können sich also beispielsweise
- in Chats, Webkonferenzen oder virtual classrooms unterstützen,
- in Blog und Forum Ergebnisse diskutieren und bewerten oder auch
- Instrumente zur Bewertung von Lernständen nutzen, die LMS wie Moodle bieten.
Mehrwert
Peer Tutoring erreicht durch die gemeinsame Augenhöhe der Lerner, bzw. kognitionstheoretisch durch den geteilten Wahrnehmungs- und Erfahrungshorizont der Schüler, ein besonderes Maß an
- Individualität und
- Kooperation sowie an
- Ganzheitlicher Lernerfahrung und
- Multiperspektivität.
Die Tutor-Rolle vorbereiten
Um den Wechsel vom Peer-Kumpel, der im Erfahrungsraum von Freizeit und Pausenhof informelle (Lern-)Erlebnisse begleitet zum Peer-Tutor, der formelles Lernen unterstützt erfolgreich zu gestalten, muss die neue Rolle sorgfältig vorbereitet werden. Dazu gehört vor allem die Vereinbarung von Feebackregeln.








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