2. Kontextualisiert
Es ist charakteristisch für webbasierte Lernkurse, dass sie den unterschiedlichen Lerntypen und Voraussetzungen in besonderem Maß gerecht werden können.
Speziell durch Techniken zur Interaktion können Lernkurse:
- die Bedingungen von Raum und Zeit sowie
- unterschiedliche Erfahrungen und Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen.
Für Lernkurse, die den unterschiedlichen Lerntypen und -zielen gerecht werden, spricht sich auch Jan vom Brocke aus. Er weist darauf hin, dass Lerneinheiten nicht nur unterschiedlichen Lerntypen gerecht werden müssen, sondern auch den Umfeldbedingungen, wie etwa der Tagesform der Lernenden.
Deshalb schlägt er vor, Lerneinheiten nach einer Mehrkanalstrategie zu gestalten, die mit den vielseitigen Funktionen von Lernmanagement-Systemen erreicht werden kann. In seinem Aufsatz Multi-Channel-Learning stellt vom Brocke ein Referenzmodell für Softwaresysteme vor, das eine Mehrkanalstrategie fördert. Der Aufsatz ist in der zweiten Ausgabe des
e-Learning and Education (eleed) Journals 2005 online erschienen.
Dass in der Praxis noch Nachholbedarf besteht, wenn es um das Eingehen auf die unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler geht, zeigt eine Studie des Instituts für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. In Kooperation mit dem Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) hat das Institut im Frühjahr 1998 untersucht, wie weit sich soziokulturelle Rahmenbedingungen auf die Mediennutzung auswirken. Mit 700 Experten-Interviews zeigt die Studie, dass Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Verhältnissen der Zugang zu Aktivitäten, die einen medienpädagogischen Hintergrund und Mehrwert haben, häufig verschlossen bleibt.
Lesen Sie die ganze Studie auf der Internetpräsenz des mpfs.







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