Authentizität durch problembasiertes Lernen
E-Learning setzt heute verstärkt einen Fokus auf die Entwicklung von Kompetenzen, neben Fertigkeiten und Wissen also auf die Fähigkeit, Gelerntes in neuen Zusammenhängen anzuwenden. Lernziele sind daher häufig eher problem- als wissensorientiert. (Erpenbeck, John/Sauter, Werner (2007): Kompetenzenteicklung im Netz. New Blended Learning mit Web 2.0. Köln: Lucherthand, S. 146f.)
Dabei wirken authentische Übungen, also Übungen, die an den Erfahrungsraum und sozialen Kontext der Schüler anschließen, wirken effektiver. Diese konstruktivistische Erkenntnis gilt auch für das E-Learning. Woo, Harrington, Agostinho und Reeves erklären anhand von mehreren Beispielen, wie eine solche Übung dann aussehen kann:
"Students must be challenged with authentic tasks that drive the need to use, transform, apply, and reinterpret that information. Students can conduct exercises, play instructional games, and engage in high-fidelity simulations or other forms of virtual reality experiences on the Web. By transforming information into various forms such as audio and video and engaging in collaborative experiences, students can construct their own meaning and develop robust skills related to solving complex, ill-structured problems." (Übersetzung)
Problem-Based Learning (PBL) umsetzen
Um authentische Übungen oder Projektarbeiten zu gestalten, bei denen die Schüler Material anwenden, transformieren und reinterpretieren müsen, bieten sich die Prinzipien des problembasierenden Lernens an. Vorteil eines solchen Einsatzszenarios ist die mögliche Einbettung von E-Learning und Präsenzunterricht in einzelne Phasen des problembasierten Lernens. Daniel Kumpf, Jörg Zumbach und Peter Reimann fassen sie in einer explorativen Studie 2001 zusammen:
"Einer Kleingruppe von Lernenden wird eine komplexe und authentische Problemstellung präsentiert, welche unter tutorieller Betreuung hinsichtlich etwaiger Lösungsstrategien und damit verbundenen fehlenden Informationen diskutiert wird. Daran anschließend werden diese fehlenden Informationen im individuellen Selbststudium gelernt. In einer abschließenden tutoriell betreuten Sitzung wird mit Hilfe des neuen Wissensstandes das Ausgangsproblem erneut reflektiert und – wenn möglich – gelöst." 
Die Studie von Kumpf, Reimann und Zumbach zeigt, inwieweit sich der Ansatz des problembasierten Lernens im computergestützten Unterricht in der Grundschule anwenden lässt.







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