E-Learning in Raum und Zeit
Die räumliche und zeitliche Gestaltung von E-Learning ist komplexer, als es auf den ersten Blick scheint. Besonders wenn webbasiertes Lernen als Mischform mit Präsenzunterricht auftritt, sind die unterschiedlichsten Konstellationen denkbar, die jeweils andere Zielsetzungen und Lernerfolge mit sich bringen.
Raum
Die räumliche Lernumgebung wirkt sich auf die kognitiven und behaviouristischen Merkmale der Lerner aus, erklärt Ken A. Graetz.
Ken A. Graetz (2006): "The Psychology of Learning Environments". Educause Review 41.6, S. 60-75
Folglich müssen für das E-Learning die folgenden Fragen neu gestellt werden, soweit sie nicht schon bei der Einrichtung von Computer-Räumen beantwortet wurden:
- Inwieweit muss der Raum für das elektronische Lernen angepasst werden (Sitzordnung, Licht, Strom- und Internetversorgung)
- Soll das Klassenzimmer der einzige Raum sein, in dem webbasiert gelernt wird?
- Welche weiteren Räume stehen theoretisch zur Verfügung? Zuhause, Schulhof oder schulische Arbeitszimmer bzw. freie Lernorte?
- Welche positiven und negativen Effekte könnte das Lernen in den jeweiligen Räumen haben? Wo sind Ablenkungen zu befürchten?
Beachten Sie, dass sich auch die Gestaltung des virtuellen Raums auf das Lernverhalten auswirkt. Hinweise dazu finden Sie in den Rubriken Gestaltung und Lernarchitektur.
Zeit
Die zeitliche Gestaltung von Blended Learning betrifft einerseits die Frage, in welchem
- Turnus und in welchem
- Verhältnis
Web- und Präsenzphasen miteinander kombiniert werden sollen. Beantwortet werden muss aber auch,
- wieviel Zeit für Lernkurse eingeplant werden soll und
- wieviel für Selbstlernphasen zu Hause.
Grundsätzlich ist immer zu entscheiden:
Sollen die webbasierten Elemente von den Teilnehmern synchron oder asynchron genutzt werden?
Die Entscheidung kann sich auf die Wahl des Internet-Werkzeugs auswirken, denn nicht alle Techniken eignen sich gleich gut für zeitgleiches und für zeitversetztes Arbeiten:
synchron | asynchron |
Regeln!
bildungsklick.de (02.10.2007) weist darauf hin, dass die Einrichtung flexibler (Zeit)Räume für das selbstgesteuerte Lernen nur funktioniert, wenn Schulen klare Regeln für die Freiarbeit aufstellen.







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