Blended Learning
Vielleicht haben Sie bereits Wochenpläne für Ihren Unterricht, die Sie gerne weiterhin verwenden möchten. Das können Sie problemlos.
Webbasierter Unterricht soll den traditionellen Unterricht nicht ersetzen, sondern ergänzen. Für die Wochenpläne bedeutet das, dass nun die Mischung von Methoden auch eine Mischung von herkömmlichem Präsenzunterricht und E-Learning beinhaltet. International hat sich dafür das Schlagwort Blended Learning (to blend = mischen) etabliert.
Wie mischen?
Der Wechsel zwischen Präsenz- und Online-Phasen erfolgt natürlich nicht willkürlich. Vielmehr soll die Mischung den Mehrwert von Präsenzphasen individuell mit den Vorzügen des E-Learning verbinden. Schüler haben beispielsweise am Rechner die Möglichkeit zeitlich und örtlich unabhängig zu üben und ihr Wissen selbst zu testen. Webbasierte Techniken können die Kommunikation und Evaluation ergänzen oder ersetzen.
Für das richtige "blending" gibt es leider kein Rezept. Erpenbeck und Sauter betonen (2007, S. 192), die Kunst bestehe vielmehr darin,
"maßgeschneiderte Lernarrangements zu entwickeln, die für die jeweiligen Aufgaben und Problemstellungen und die daraus abgeleiteten Lernziele und -inhalte sowie die vorhandene und angestrebte Lernkultur optimiert sind."
Erpenbeck, John/Sauter, Werner (2007): Kompetenzenteicklung im Netz. New Blended Learning mit Web 2.0. Köln:
Lucherthand.

- Blended Learning in der Schule
Wochenplan (um)gestalten
Nehmen wir an, Sie haben einen Wochenplan, den Sie in Ihrer Klasse bereits durchgeführt haben. Weil der Plan viel Arbeit gemacht hat und viele Medien und Methoden integriert, wäre es schön, ihn auch in einem neuen Unterrichtskonzept einzusetzen.
- Überlegen Sie, welche Bausteine durch webbasierte Lernkurse ersetzt werden können; welche Lernziele und Methoden können jeweils am besten umgesetzt werden?
- Wie sollen webbasierte Inhalte in den Präsenzunterricht integriert werden? Zu welchen Zeiten und in welchen Räumen sollen die webbasierten Einheiten gelehrt bzw. gelernt werden?
Bei der Gestaltung der einzelnen Bausteine ergeben sich nun besondere didaktische Herausforderungen bezüglich der gestalterischen Umsetzung und der Lernarchitektur sowie Ihrer Rolle als LehrerIn.
Beispiel
Frau Ulrike Montgomery, Lehrerin an der Max-Hachenburg-Schule und Fachberaterin für Moodle und E-Learning am Regierungspräsidium Karlsruhe, zeigt anhand einer Englischstunde, wie E-Learning thematisch und strukturell in den Unterricht eingebunden werden kann.







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